Donnerstag, 29. November 2012
Eine letzte Mahnung (Fortsetzung 9)
Wolltet ihr Mir einwenden, Ich sei schließlich Gott gewesen, für Den ja nichts unmöglich sei und Der ja die Allmacht besitze, da sage Ich euch, daß ihr euch hierin gewaltig irret. Es ist dies wohl in der Hauptsache ein Fehler der Kirchen, die durch ihre Dreieinigkeitslehre Meine angenommene Menschlichkeit gar nicht recht würdigen. Ja, Ich war wohl Gott, aber nur dem Geiste nach, Meine Seele (und Mein Körper) waren rein menschlich, genauso wie es auch bei euch ist. Ihr habt ebenfalls eine Seele und in dieser Seele einen göttlichen Geist, nur ist dieser Geist aus Gott, aber nicht Gott Selbst und Höchstpersönlich. Da Ich also eine durchaus menschliche Seele hatte, ebenso wie ihr, so hatte Ich auch mit allen menschlichen Gedanken, Wünschen, Leidenschaften und Begierden zu kämpfen. Ich mußte all dieses überwinden lernen, um Meine Seele mit dem in ihr wohnenden Gottgeist zu einen. Das wiederum bedeutete unzählige Kämpfe und unsägliche Mühen und Leiden, denn Ich durfte in Mir keinen einzigen Wunsch hochkommen lassen, der nicht mit Meiner Aufgabe und Meinem göttlichen Geiste im Einklang stand.
Stellt euch nur vor, was das heißen mag: Alle eigenen menschlichen Wünsche in sich hinabzukämpfen, sich bis ins letzte Atom seines Wesens unter den göttlichen Willen zu beugen, oft gegen die Einreden des Verstandes, der ja auch bei Mir zur Genüge ausgebildet war!