Sonntag, 23. März 2014
Aus: "Pluto, der unbekannte Planet" (1992)
Fortsetzung 37:

Die Meisten packt darob ein gewaltiges Entsetzen, und aus diesem Entsetzen beginnt die erste Einsicht ihrer großen Schuld Mir gegenüber aufzudämmern. Was gäben sie jetzt dafür, noch einmal von vorn anfangen zu können, um es dieses Mal besser zu machen und nicht wieder sozusagen mit “leeren Händen” dastehen zu müssen!
Da sie aber nur zu gut wissen, daß das so natürlich nicht möglich ist, befällt sie eine ungeheure Angst, denken sie doch nun, sie müßten für alle Ewigkeiten auf den Bergen des Pluto verbleiben, noch nicht einmal fähig, wenigstens auf den Bergesspitzen die dort herrschende Freiheit und verhältnismäßige (geistige) Reinheit genießen zu können. Daß sie seinerzeit wegen ihrer großen Weltlust jenes unverdiente Geschenk – wie sie es nun in ihrem geweckteren geistigeren Denken empfinden -, auf den Berggipfeln ein doch recht angenehmes, tätigkeitsreiches Leben führen zu können unter der Anleitung besonderer Geister, daß sie also diese große Gnade für so gering erachteten und sich lieber von der Materie hinabziehen ließen, das kommt ihnen jetzt als die größte und verabscheuungswürdigste Torheit vor.

Wie lange Zeit hat es gedauert, bis endlich auch diese hartnäckig eigenliebigen Seelen bereit geworden sind, sich von Grund auf zu ändern! Nicht Wenige sind ja vor ihrem Leben auf dem Pluto schon auf allen anderen Planeten eures Sonnensystems gewesen. Da auf jedem Planeten immer mehrere Seinsstufen zu durchlaufen sind, das Lebensalter meistens viel länger als das auf der Erde ist, so könnt ihr euch schon eine leichte Vorstellung von der ungeheuer langen Zeit machen, die jene Seelen bis zu dem ersten Schritt zur Umkehr auf dem Pluto gebraucht haben.

Infolgedessen geht es nun im weiteren Verlauf auch nicht gar so schnell mit ihrer geistigen Weitentwicklung. Es haftet eben zu viel Materie noch an ihnen, und sie sind durch die lange Zeit als reine Weltmenschen gleichsam von der geistigen Kost entwöhnt. So also ist von einem Übergang ins reine Geisterreich noch lange keine Rede.
Das Nächste, was sie in ihrer Entwicklung anstreben können und sollen, sind die Gipfel der höchsten Berge, dort, wo sie schon anfangs waren. Aber dieses Mal werden sie nicht einfach dorthin versetzt, dieses Mal müssen sie die Bergesspitzen selbst “erklimmen”. Von ihrem Oberpriester werden sie darüber belehrt, daß sie einzig auf dem Wege der Aneignung weiterer rein geistiger Spezifika dort hinauf gelangen können, dieser Weg aber sei genau der, den zu gehen sie schon auf der Erde verschmäht hätten.