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Aus: "Pluto, der unbekannte Planet" (1992)
Fortsetzung 41:
Wie schwer es einer Seele, die einmal völlig in die Materie versunken ist und daher auch keinen anderen Willen als den des Fleisches kennt und hat, nun aber fällt, einen rein geistigen Willen zu entwickeln in aller Ernsthaftigkeit, das könnt ihr an diesen Meinen Erläuterungen über die Seelen auf dem Pluto schon zur Genüge erkennen.
Was aber geschieht nun mit den Seelen, die den vorbereiteten “Weg der Tiefe” gehen wollen., und wie sieht dieser Weg überhaupt aus?
Sie alle kommen in das “Meer der Tränen”, wo sie mit den anderen, schon reiferen und geistiger denkenden Seelen zusammentreffen. Im Grunde ist die Tätigkeit der Einen wie der Anderen die gleiche, sie gestaltet sich nur etwas schwerer für die, die über den Weg der Berge hierher ins Meer gekommen und daher noch etwas materieller oder schwerfälliger im geistigen Denken sind. Aber direkt leben im Meer tun nur die schon Fortgeschritteneren. Es ist eine eigene Welt, da sie ja den Schritt in das geistige Reich hinein bereits vollzogen haben. So bewegen sie sich auch im Meer und durch dieses, aber natürlich nicht so wie Fische oder andere materielle Meereslebewesen, sondern eben in rein geistiger Weise.
Die anderen Seelen jedoch, die von den Bergen herabgekommenen, haben den Schritt ins Geisterreich noch nicht getan und also auch noch einen zumindest teilweise materiellen Leib. Darum leben sie denn auch nicht im Meer, sondern in großen Höhlungen unter demselben. In einer dieser Höhlen sind die Körper der verstorbenen Pluto-Menschen untergebracht.
Die Höhlen sind übrigens nicht etwa finster und kalt, sondern von einem sanften und wärmenden Licht erhellt. Dieses Licht rührt von einer besonderen Gesteinsart her, die adernförmig die Decken der Höhlen durchzieht. Nur hier, tief unter der Oberfläche des Meeres leuchten die Steine. Würde man sie herausbrechen und nach oben, an die Oberfläche bringen, wo würden sie ihr Leuchten immer mehr verlieren, je höher sie kämen; desgleichen natürlich ihre Wärme. An der Meeresoberfläche wären sie dann nur noch kalte, stumpfe graue Steine, wie Kiesel. So liegen auch viele dieser Steine am Meeresufer, die im Laufe der Zeit vom Meer ausgewaschen worden sind aus dem Meeresgrunde, der ja die Decke jener Höhlen darstellt. Aber kein Pluto-Bewohner interessiert sich für diese Steine,ahnt er ja nicht einmal, welch eine wunderbare Eigenschaft ihnen innewohnt in der tiefsten Tiefe des Meeres!
verasotera am 18. Mai 14
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