Sonntag, 22. März 2015
Aus: "Pluto, der unbekannte Planet" (1992)
Fortsetzung 45:

Das Leben auf dem Pluto bringt schon eine gewisse Vergeistigung, aber bei diesen so hartnäckig weltsüchtigen Seelen dauert das eben sehr lange, bis die Vergeistigung sich bemerkbar macht; außerdem führt sie nur dahin, daß die Seele etwas mehr aus der Materie gelöst, also etwas freier wird und sich daher der durch die vollständig vermaterialisierte Seele gänzlich erdrückte Geist in ihr wieder zu regen beginnen kann.
Bei den schon einsichtigen und zur Umkehr entschlossenen Seelen sieht es bei ihrer Fleischwerdung auf dem Pluto dagegen viel besser aus. Sie sind gegenüber den geistigen Einflüssen viel empfänglicher, und daher zeitigen die Ausstrahlungen gerade auch des Pluto selbst viel eher Erfolge bei diesen Seelen.

Damit habt ihr nun die Erklärung, warum es auf dem Pluto nur entweder bereits schon auf den rechten Weg zurückgekehrte oder aber noch hartnäckig auf dem falschen Wege sich befindende Seelen gibt.
Zwar hat dies auch noch bestimmte andere Gründe; aber die gehören nicht hierher und sind vorderhand für euch auch nicht wichtig zu wissen.
Kehren wir darum lieber zurück in das “Meer der Tränen” und schauen, wie die Aufgaben der schon vergeistigteren Seelen bestellt sind.

In der Hauptsache sind auch sie mit der Umwandlung des Meereswassers beschäftigt, nur obliegt ihnen sozusagen die geistige Seite dieser Tätigkeit. Sie müssen also zum Beispiel dafür Sorge tragen, daß gewisse Naturgeister des Meereswassers aus diesem gelöst und woandershin versetzt werden, daß stattdessen bestimmte andere Naturgeister in das Wasser eingehen und daß dies alles in der rechten Ordnung geschieht. Und so wie bei den noch materiellen Seelen deren liebeerfüllte Gedanken dem Wasser einen besonderen Wohlgeschmack und Süße verleihen, so können auch die schon entmaterialisierten Pluto-Seelen die Güte des Wassers beeinflußen. Je mehr sie das Bedürfnis haben, ihren noch schwächeren Brüdern helfen zu können, desto stärker werden die guten geistigen Einflüsse im Wasser, und das kommt dann natürlich auch dem gesamten Leben auf dem Planeten zugute.

Diese “wässrige” Tätigkeit scheint ja nun nicht gerade sehr anstrengend oder gar mit irgendeiner Selbstüberwindung verbunden zu sein, so wie es bei den in den Höhlen lebenden Seelen der Fall ist.
Es sieht abe nur so aus; in Wirklichkeit haben auch diese Pluto-Geister – wie Ich sie hier zur Unterscheidung von den anderen noch mit einer leichteren materiellen Hülle umgebenen Seelen nennen will – noch so manche Prüfungen zu bestehen. Während jene Seelen durch eine gewisse Selbstüberwindung sich immr mehr vergeistigen sollen, um schließlich auch ins Geisterreich eingehen zu können, so müssen ja andererseits die Pluto-Geister ihren toten materiellen Körper ins Geistige umwandeln. Sie selbst haben zwar den Schritt ins Geisterreich schon gemacht, aber für ein weiteres Vorankommen dort müssen sie sich zuvor all die Bestandteile ihres Körpers in geistiger Form angeeignet haben.