Samstag, 2. November 2013
Aus: "Pluto, der unbekannte Planet" (1992)
Fortsetzung 25:

Darum noch einmal: Verlasset euch nicht auf Meine unendliche Langmut und Gnade, sondern sehet darauf, daß ein Jeglicher nur das ernten wird, was er gesät hat. Gern gebe Ich für das Gedeihen der Frucht Meinen Segen und sehe über viele Fehler und Schwächen bei der „Arbeit“ hinweg, aber ohne eigene Anstrengung werdet ihr nicht einen Schritt zu Mir hinkommen. Und es denke auch ja keiner, er könne sich um den Kampf drücken oder um das Kreuz „herumschlängeln“! Ich Selbst habe euch den rechten Weg vorgelebt und gezeigt, daß dieser Weg jedem Wesen möglich ist. Darum aber lasse Ich nun auch nicht mit Mir handeln, als wäre Ich irgendein Krämer; bei Mir ist alles der heiligste Ernst, und was Ich einmal gesagt habe, das gilt für alle Ewigkeit!
So sollet auch ihr in allem einen heiligen Ernst walten lassen und vor allem endlich einmal Meine Lehre wirklich ernst nehmen, sonst könnte es leicht geschehen, daß euch selbst der Weg zum Pluto hin ein wenig zu lang werden dürfte!

Wie aber geht es mit jenen Pluto-Menschen weiter, die Mich als ihren wahren Vater erkannt haben?
Das hängt nun wiederum unmittelbar mit dem zusammen, was Ich schon über die geistige Auswirkung des Pluto erklärt habe.
Wie ihr wißt (dazu vielleicht später), können fast alle Pluto-Menschen während ihrer körperlichen Lebenszeit den Schritt aus der Materie ins Geisterreich vollziehen, ohne allerdings die Materie schon gänzlich zu überwinden.
Das Ziel ist natürlich die völlige Lösung von der Materie, da jeder Rest von materiellen Banden der Seele ihr im Geisterreich zu einem gewaltigen Hemmschuh wird und ein Fortschreiten in der geistigen Entwicklung sehr erschwert.



Sonntag, 27. Oktober 2013
Aus: "Pluto, der unbekannte Planet" (1992)
Fortsetzung 24:

Nun, weil Ich solche Gedanken in euch aufsteigen sehe, darum will Ich hier nochmals betonen, daß ein gar großer Unterschied besteht zwischen denen, die auf der Erde zu Meinen wahren Kindern geworden sind und nach ihres Leibes Tode alsogleich in die innigste Gemeinschaft mit Mir gelangen, und denen, die zwar die Fürsorge Meiner Vaterliebe erfahren dürfen, aber noch lange nicht in der persönlichen Gemeinschaft mit ihrem Gott und Vater leben können.
Denket es euch doch so: Ihr wäret als die Söhne eines überaus guten und großzügigen Vaters von großer Liebe zu ihm erfüllt. Nun ließe euch dieser Vater zwar ständig Beweise von seiner eigenen großen Liebe zukommen, aber er selbst ließe sich nicht blicken, Jahre um Jahre hindurch nicht. Wie wäre es euch da wohl zumute, wenn ihr eine stets größere Sehnsucht nach dem geliebten Vater empfändet, könntet ihn aber nicht ein einziges Mal sehen, geschweige denn, umarmen?!

Sehet, so ähnlich verhält es sich mit denen, die zwar Mich in Meiner Liebe als den Vater erkannt haben, Mich in Meiner Wesenheit aber nicht als ihren Vater ans Herz drücken können.
Und vergeßt auch nicht, welch einen furchtbar langen und harten Weg z.B. die Pluto-Menschen haben zurücklegen müssen! Darum verbannet solche Gedanken, als könntet ihr das hier auf der Erde an Mir Versäumte so einfach nachholen, aus euren Herzen! Es ist der Same des Bösen, der darin liegt, und würde euch auf für euch schreckliche Abwege bringen!
Denket vielmehr stets daran, daß Mein Wort unumstößlich ist, desgleichen Meine Ordnung, die ja aus dem Worte hervorgeht. Und so habe Ich wohl auch viele Möglichkeiten, auch die Seelen, die aus eigener Schuld den Weg auf der Erde nicht gegangen sind, doch noch zur Seligkeit zu leiten. Aber das sind eben alles Umwege, Hilfs- oder Reparaturmaßnahmen, und kein „ausgebessertes“ Werk wird so vollkommen mehr sein können wie das ursprüngliche!
Das soll wiederum nicht heißen, daß solche „ausgebesserten“ Seelen von der allerhöchsten Seligkeit ausgeschlossen wären, oh nein, das sind sie natürlich nicht! Aber die Anforderungen an sie, um die höchste Stufe erreichen zu können, werden dann um Vieles härter sein als es anfänglich auf der Erde der Fall war!



Montag, 21. Oktober 2013
Aus: "Pluto, der unbekannte Planet" (1992)
Fortsetzung 22.

Für eine jede Seele, die verweltlicht ist, bedeutet nämlich die wahre Liebe zu Gott anfänglich ein beinahe unüberwindbar erscheinendes Hindernis. Sie ist ja durch ihre Liebe zur Welt von Gott völlig entfernt, regelrecht „entfremdet“. So hat zwar manche Seele – wenn sie noch nicht gar zu sehr ins Fleisch übergegangen ist – eine dumpfe Ahnung von dem Vorhandensein eines übergeordneten göttlichen Wesens, aber sie hat nichts weniger als irgendeine bestimmte, anschauliche Vorstellung von diesem Wesen.
Jene dumpfe und äußerst unklare Ahnung von Gott rührt von dem in der Seele liegenden göttlichen Lebensfunken her. Da jedoch die Seele wegen ihrer Weltliebe keinen Kontakt zu dem Gottesfunken hat, so kann sie auch nicht aus ihm einen besseren und anschaulicheren Gottesbegriff ziehen.

Lernt eine solche Seele dann durch allerlei bittere Erfahrungen, daß sie ihre Weltliebe besser aufgeben sollte, so fängt mit der Einsicht sich auch der göttliche Geistfunken zu regen an. Damit wird der Seele es mehr und mehr bewußt, daß es Gott ohne jeden Zweifel gibt; sie fühlt Seine Hand, sie erkennt Seine Ordnung, aber sie kann noch zu keiner klaren Anschauung Seiner Selbst gelangen.
Das immer lebendigere Bewußtsein der göttlichen Allgegenwart bringt die Seele so mit der Zeit (allerdings einer sehr, sehr langen Zeit!) dahin, ohne Zweifel an den göttlichen Geist zu glauben, auch durchaus an die göttliche Geduld, Erbarmung und an eine gewisse göttliche Liebe.
Doch bleibt dies alles nur eine noch weiterhin recht nebelhafte Vorstellung von dem göttlichen Wesen. Daß Gott in Seinem innersten Wesenskern ein Mensch ist, allerdings ein höchst vollkommener, der allen Seinen Menschenkindern ein liebevollster Vater sein will, diese Vorstellung liegt der verweltlichten Seele immer noch sehr fern. Das hängt natürlich auch damit zusammen, daß sie – durch eigene Schuld – Gott bis dahin gar nicht als die väterliche Liebe Selbst kennenlernen konnte.

Zudem ist in solchen Seelen die Eigenliebe so groß, daß es für sie kaum möglich ist, sich in eine gottergebene, kindliche Liebe hineinzuversetzen.
Erst wenn die Eigenliebe durch die bitteren Erfahrungen so manchen harten Stoß versetzt bekommen hat, bricht der Panzer, den sie um den Seelenkern gebaut hat, allmählich zusammen. Damit wird dann die ganze Seele empfänglicher für die weichen Regungen der wahren Liebe zu und aus Gott.
Diese innerliche Weichheit und Empfänglichkeit für die Regungen der göttlichen Liebe sind aber unbedingte Voraussetzung, um die göttlichen Liebegebote in der rechten Art und Weise verstehen und befolgen zu können!

Deshalb ist es übrigens heutzutage auch gar nicht verwunderlich, daß fast alle Menschen überhaupt nicht begreifen, was damit wirklich gemeint ist: Gott über alles zu lieben, und welche Verheißungen in dieser Liebe liegen. Der Panzer der Eigenliebe, den sie um ihre Herzen gebaut haben, verhindert, daß sie die Strahlen dieser Gottesliebe in sich wahrnehmen können, die Wärme, die von dem göttlichen Wort ausgeht. So können sie wohl die Botschaft der Liebe mit ihren Leibesaugen lesen und mit ihren Leibesohren hören, aber die Ausstrahlung der in Meinen Worten enthaltenen Liebe können sie gar nicht mehr empfinden, und abermals „sind ihre Herzen verstockt“.