Sonntag, 16. Februar 2014
Aus: "Pluto, der unbekannte Planet" (1992)
Fortsetzung 35:

Die Teilchen jedoch, die die Seelen nach ihrer besseren Erkenntnis und nach dem Erwachen eines wahren geistigen Lebens an sich ziehen, diese Teilchen sind nicht mehr so grob materiell, sondern schon von edlerer, also geistigerer Art. Daher “belasten” sie die Seelen denn auch nicht mehr, sondern wirken eher “erhebend”, das heißt, die Seelen werden wieder freier und verspüren wieder einen Zug nach oben, zu den Gipfeln der Berge empor.
Die Freude, die sie darob empfinden, verstärkt ihren Eifer, sich von nun an ernsthaft nur noch einer weiteren Entwicklung im Geistigen zu widmen. Haben sie es durch ihren Eifer dahin gebracht, daß sie alle edleren Partikelchen ihres einstigen Körpers wieder mit ihrer Seele vereint haben, so befinden sie sich fast schon wieder auf den höchsten Bergesgipfeln, aber eben nur fast.
Die edleren, schon etwas geistigeren Bestandteile des Körpers reichen nämlich nicht aus, um sie ganz nach oben zu “befördern”. Auch hierin können sie infolge der Belehrung seitens des Oberpriesters die Auswirkungen ihres früheren verkehrten Denkens und Handelns ersehen.

Der Oberpriester erklärt ihnen nämlich genau, daß jeder Körper zu Beginn eine wohlausgewogene Menge rein materieller wie auch schon etwas edlerer, geistig-seelischer Spezifika erhält. Eine Seele, die sich in ihrem Leibesleben mehr und mehr von der Welt abzieht, die kräftigt jene geistig-seelischen Spezifika ihres Körpers und kann deren Anzahl sogar noch vergrößern. Das hängt natürlich auch davon ab, wie bald die Seele mit ihrer eigenen geistigen Entwicklung beginnt.
So wird eine Seele, die fast ihr ganzes Leben den weltlichen Genüssen gefrönt hat und erst sehr spät sich für die wahren Werte zu interessieren beginnt, schon große Mühe haben, noch vorhandene geistigere Partikelchen ihres Körpers zu stärken, eine Vermehrung dagegen würde ihr nur bei einer gewaltigsten Anstrengung im Kampf um die geistigen Güter gelingen.

Eine Seele dagegen, die schon im Kindesalter auf den rechten Weg geführt würde und auf ihm verbliebe, würde gar bald alle geistig-seelischen Spezifika ihres Körpers zu vollster Blüte entfalten, ihre Anzahl mehr und mehr vergrößern und so zu einer großen geistigen Kraft gelangen.
Jene edleren Körperspezifika könnten dann leicht von dem göttlichen Geiste durchdrungen werden, und die groben, sehr materiellen Spezifika, durch welche die Seele belastet und an die Schwere der Erde gebunden wird, könnten der Seele infolge des Übergewichtes der reineren Teilchen nichts mehr anhaben.
Viele, viele Versuchungen und Anfechtungen würden der Seele auf diese Weise erspart bleiben! Ja, nach dem leiblichen Tode würden zwar die rein materiellen Teile in die Verwesung übergehen, die geistigeren aber, da schon längst mit der Seele und ihrem Geist verbunden, blieben bei der Seele und trügen sie empor in den Himmel, zu Mir.

Sehet, da habt ihr noch einen Sinn Meiner Worte: “So ihr nicht werdet wie die Kindlein, so werdet ihr nicht in das Himmelreich eingehen”, also: So ihr nicht, einem in Meiner Lehre aufgewachsenen Kindlein gleich, die besseren Bestandteile eures Körpers vergeistigt und dadurch an eure Seele bindet, so ihr euch nicht weiterhin bemühet, daß das Seelisch-Geistige, auch und gerade eures Körpers, das Übergewicht über den niederen Zug des Materiellen erhält, so könnet ihr nicht frei und unbelastet in die allerhöchsten Höhen des Geisterreiches, in das Vaterhaus Meiner ewigen Liebe, emporsteigen!



Sonntag, 2. Februar 2014
Aus: "Pluto, der unbekannte Planet" (1992)
Fortsetzung 33:

Die Versetzung der Seelen auf die höchsten Bergesspitzen wird von ihnen übrigens nicht etwa als eine Strafe empfunden. Sie sind im Gegenteil anfangs überaus froh, nicht mehr an dem mühseligen Leben der Pluto-Menschen teilnehmen zu müssen, andererseits aber auch noch in ein materielles Leben eingebunden zu sein. Sie hängen ja noch sehr – zu sehr – an der Materie, und darum genießen sie ihren neuen Zustand recht ausgiebig, liegt ihnen doch nun “die Welt zu Füßen”, sie aber haben in ihrer luftigen Höhe eine große Freiheit und sind ansonsten auch recht gut versorgt. Das Einzige, was ihnen gewaltig fehlt, das ist ihr altvertrauter, noch rein materiell gewesener Körper. In ihrem jetzigen, viel leichteren Leib fühlen sie sich gleichsam “halbnackt” wegen ihres noch zu starken Dranges nach der Materie.
Daher bemühen sie sich dann sehr, ihre ehemaligen Körperbestandteile wieder heranzuholen und sich dadurch wieder mehr in das alte, geliebte Materielebenz hineinversetzen zu können. Sie denken am Anfang ganz ernstlich, wenn sie nur ihren so schön materiellen Körper noch hätten, dann könnten sie in ewiger Freiheit und Glückseligkeit leben.
In dem Maße jedoch, wie ihnen die ersten Körperteilchen zufließen, verlieren sie an Leichtigkeit und werden immer etwas schwerer, das heißt, ihr sehr luftig-leichter Körper verdichtet sich durch die hinzukommenden Materieteilchen aus dem einstigen Körper. Infolge ihrer stets dichter und fester werdenden Gestalt können sie sich auf den obersten Höhen nicht mehr halten und sinken allmählich immer tiefer hinab auf die Oberfläche des Planeten. Natürlich geht auch dieser Vorgang nur sehr langsam vor sich.

Da den noch immer recht weltlich gesonnenen Seelen ihr so freier Zustand auf den Bergesspitzen mittlerweile doch etwas zu langweilig geworden war, so sind sie über die “Abwechslung” ganz erfreut und erhoffen sich in diesem neuen Zustand wieder das Beste. Bald merken sie aber auch hier, daß ihnen immer noch Vieles zum großen Glück fehlt, zumal ihre Freiheit nun auch schon etwas eingeschränkter ist infolge der größeren und festeren Stofflichkeit.
Also wird die Sehnsucht nach einem dauerhaften Glückszustand immer größer. Die meisten Seelen richten ihr Augenmerk dann umso stärker auf die Rückgewinnung ihres Körpers in der Hoffnung, dadurch zu größerer Kraft und besseren Möglichkeiten zu kommen. Aber je öfter es geschieht, daß sie mit jedem weiteren Stückchen ihrer alten körpereigenen Materie nur wieder etwas tiefer sinken und noch mehr Bewegungsfreiheiten verlieren, desto nachdenklicher werden sie alle, die Einen etwas eher, die Anderen erst, wenn sie schon beinahe in den tiefsten Tälern angelangt sind.



Sonntag, 26. Januar 2014
Aus: "Pluto, der unbekannte Planet" (1992)
Fortsetzung 32:

Die Seelen selbst aber werden auf die höchsten Bergesspitzen versetzt, welche vom Eis und Schnee stets bedeckt sind. Die Seelen sind dort mit einem sehr leichten materiellen Körper bekleidet, stehen also gleichsam auf einer Grenze zwischen Materie und dem Reingeistigen. Unter der Leitung besonderer und recht mächtiger Geister müssen sie all die Aufgaben verrichten, die nach Meiner großen Schöpfungsordnung den Bergen zugewiesen sind.
Also tragen jene Seelen auch mit dazu bei, das Wetter auf dem Pluto zu gestalten und ebenso die großen Frühjahrs- und Herbstunwetter.
Zugleich müssen sie versuchen, sich die im Meereswasser befindlichen Spezifika ihres einstigen Körpers wieder anzueignen. Das kann jedoch nur im Rahmen des normalen Naturkreislaufs stattfinden, wie er z. B. auch auf eurer Erde herrscht, also durch Meerwasserverdunstung, Kondensierung in Wolken und Niederschläge.
Da jene Seelen am Wettergeschehen mitbeteiligt sind, so haben sie damit auch eine gewisse Beeinflußungsmöglichkeit auf das Verdunsten und Aufsteigen des Meereswassers. Inwieweit damit zugleich ihre eigenen ehemaligen Körperteilchen mit aufsteigen, das können sie so natürlich nicht beeinflußen. Aber sie merken mit der Zeit, daß sie gleichsam eine Art von Anziehungskraft auf jene Teilchen ausüben können, aber nur, wenn sie sich mehr und mehr von ihrer alten selbstsüchtigen Weltliebe ab- und stattdessen den wahren geistigen Dingen zuwenden. Je größere Fortschritte sie darin machen, desto stärker wird ihre (geistige) Anziehungskraft, bis sie schließlich so stark ist, daß sie alle noch fehlenden Teile wieder an die Seele binden kann.

Das geht natürlich nicht so schnell vonstatten, wie es sich liest; manche brauchen dazu viele Hunderte von (Erd-)Jahren, also weit über eine volle Pluto-Generation oder gar zwei und mehr Generationen.