Aus: "Pluto, der unbekannte Planet" (1992)
Fortsetzung 40:
Aber selbst diese Erfahrungen halten diese noch recht hartnäckigen und ungläubigen Seelen nicht ab, es stets von neuem zu versuchen, da sie sich einreden, eben einfach noch nicht die rechte Stelle für einen Aufstieg gefunden zu haben. Bisweilen erzählt Einer, er habe oben auf dem Gipfel einen der Ihren erspäht, der aber seinerzeit sich für den Weg der Tiefe entschlossen habe. Sooft er diesem zugerufen habe, er möge ihm doch den Weg auch zeigen, den er hianufgekommen sei, habe der von oben Herabschauende ihm immer nur die Tiefe gezeigt.
Auf eine solche Erzählung hin geraten die Anderen natürlich in eine helle Aufregung, ist ihnen die Erzählung – da auf Treu und Glauben als wahr versichert, und ja durchaus kein Einzelfall – doch ein gewaltiger Ansporn. Einige meinen nun, es müsse mit dem Weg in die Tiefe doch etwas auf sich haben, sonst könnten Jene nicht dort oben sein, während sie sich hier so vergeblich abmühen würden. Andere wenden dagegen ein, die dort oben hätten eben nur schon den geeignetsten Aufstiegsweg in den Bergen gefunden, wollten ihn aber aus vielleicht eigennützigen Gründen bloß nicht den Anderen verraten.
So geht es eine Weile hin und her, und zum Schluß versuchen die Meisten wieder einmal an einer anderen Stelle den Aufstieg. Bei jedem Mal aber gibt es doch immer welche, die sich die Vergeblichkeit ihrer bisherigen Mühen mit den eigenartigen Begleitumständen zur Lehre dienen lassen und es doch mit jenem Weg in die Tiefe versuchen wollen.
Sehet nur, wie furchtbar mühselig es vorangeht mit den geistigen Fortschritten solcher zu sehr ins Fleisch, in die Materie übergegangener Seelen! Welcher von euch Menschen hätte wohl die Geduld, um endlich auch solche Seelen zum Heil führen zu können? Allein Der, Der Tote wie z.B. den Lazarus ins Leben zurückrief, vermag auch jene geistig Toten wieder zu beleben; aber es geht das eben nicht so schnell und so einfach wie eine Erweckung ins fleischliche Leben. Bei dieser gebietet Mein Wille, dem alle Materie untertan ist, bei jener aber geht es um die Seele, die von der Macht Meines Willens niemals beeinflußt werden soll.
Bei der Auferstehung vom geistigen Tode muß also der Geist der Seele selbst aus ihrem eigenen Willen die Erweckung bewirken, erst dann kann Ich mit Meiner Macht helfend eingreifen.
verasotera am 27. April 14
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Aus: "Pluto, der unbekannte Planet" (1992)
Fortsetzung 38:
So wird jenen Geistern noch einmal Meine Lehre erklärt und dann müssen sie sich darin üben.
Dieses “Sich-Üben” ist aber nicht so leicht, denn die Seelen müssen ja alles aus sich selbst heraus entwickeln, es darf ihnen nicht mehr als nur die Lehre als solche gegeben werden. Das liegt darin begründet, daß jene sich einst so hartnäckig gegen alles Geistige sträubende Seelen nur auf diese Art wahrhaftig im Geistigen heimisch werden können, zum anderen liegt es daran, daß der Pluto nun einmal nicht die Erde ist, auf welcher – als dem eigentlichen Schulhaus – es die Seelen verhältnismäßíg leicht haben, den richtigen Weg zu erkennen und auch gehen zu können.
Demnach werden also jene Seelen auf dem Pluto vorerst mehr oder weniger sich selbst überlassen, die einzige Hilfe, die sie erhalten, sind Erzählungen seitens des Oberpriesters aus dem Leben Jesu. Zu diesen Erzählungen versammeln sich immer Viele der Pluto-Seelen, und dann geschieht es bisweilen, daß die eine oder andere ein etwas helleres “Licht” überkommt und sie erahnt in diesem aufdämmernden Verständnis, daß der Weg nach oben nur in der Tiefe zu finden ist. Allerdings weiß sie selbst mit dieser Erkenntnis nicht viel anzufangen. Und hierbei zeigt es sich schon einmal, ob und inwieweit diese Seele etwas von Meiner Lehre begriffen hat. Nach ihrer eigensüchtigen Denkweise nämlich würde sie den anderen Seelen von der in ihrem Innern aufgefundenen Erkenntnis nichts erzählen, sondern versuchen, nur für sich allein den Nutzen daraus zu ziehen.
Handelt sie aber jetzt tatsächlich so, dann wird es alsogleich wieder finster in ihr, das heißt , die bewußte Erkenntnis fängt an zu verblassen, und bald hat die Seele gar keine rechte Vorstellung mehr davon, geschweige denn, daß sie irgendetwas damit anzufangen wüßte. Dafür wird dann einer anderen Seele bei einer späteren Versammlung das gleiche “Licht” gegeben, und wieder stellt sich die Frage, inwieweit Meine Liebelehre Fuß gefaßt hat. Wenn die Seele nämlich etwas von Meiner Lehre ernsthaft aufgenommen und sich die Erzählungen aus Meiner Erdenzeit zum Vorbild genommen hat, dann wird sie in sich das Bedürfnis fühlen, ihren Leidensgenossen von ihrem “Fund” zu erzählen, und auch – nach kurzem Kampf gegen ihre alte Selbstsucht – tatsächlich den Anderen von dem in der Tiefe zu suchenden Weg nach oben Mitteilung machen.
verasotera am 07. April 14
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Aus: "Pluto, der unbekannte Planet" (1992)
Fortsetzung 37:
Die Meisten packt darob ein gewaltiges Entsetzen, und aus diesem Entsetzen beginnt die erste Einsicht ihrer großen Schuld Mir gegenüber aufzudämmern. Was gäben sie jetzt dafür, noch einmal von vorn anfangen zu können, um es dieses Mal besser zu machen und nicht wieder sozusagen mit “leeren Händen” dastehen zu müssen!
Da sie aber nur zu gut wissen, daß das so natürlich nicht möglich ist, befällt sie eine ungeheure Angst, denken sie doch nun, sie müßten für alle Ewigkeiten auf den Bergen des Pluto verbleiben, noch nicht einmal fähig, wenigstens auf den Bergesspitzen die dort herrschende Freiheit und verhältnismäßige (geistige) Reinheit genießen zu können. Daß sie seinerzeit wegen ihrer großen Weltlust jenes unverdiente Geschenk – wie sie es nun in ihrem geweckteren geistigeren Denken empfinden -, auf den Berggipfeln ein doch recht angenehmes, tätigkeitsreiches Leben führen zu können unter der Anleitung besonderer Geister, daß sie also diese große Gnade für so gering erachteten und sich lieber von der Materie hinabziehen ließen, das kommt ihnen jetzt als die größte und verabscheuungswürdigste Torheit vor.
Wie lange Zeit hat es gedauert, bis endlich auch diese hartnäckig eigenliebigen Seelen bereit geworden sind, sich von Grund auf zu ändern! Nicht Wenige sind ja vor ihrem Leben auf dem Pluto schon auf allen anderen Planeten eures Sonnensystems gewesen. Da auf jedem Planeten immer mehrere Seinsstufen zu durchlaufen sind, das Lebensalter meistens viel länger als das auf der Erde ist, so könnt ihr euch schon eine leichte Vorstellung von der ungeheuer langen Zeit machen, die jene Seelen bis zu dem ersten Schritt zur Umkehr auf dem Pluto gebraucht haben.
Infolgedessen geht es nun im weiteren Verlauf auch nicht gar so schnell mit ihrer geistigen Weitentwicklung. Es haftet eben zu viel Materie noch an ihnen, und sie sind durch die lange Zeit als reine Weltmenschen gleichsam von der geistigen Kost entwöhnt. So also ist von einem Übergang ins reine Geisterreich noch lange keine Rede.
Das Nächste, was sie in ihrer Entwicklung anstreben können und sollen, sind die Gipfel der höchsten Berge, dort, wo sie schon anfangs waren. Aber dieses Mal werden sie nicht einfach dorthin versetzt, dieses Mal müssen sie die Bergesspitzen selbst “erklimmen”. Von ihrem Oberpriester werden sie darüber belehrt, daß sie einzig auf dem Wege der Aneignung weiterer rein geistiger Spezifika dort hinauf gelangen können, dieser Weg aber sei genau der, den zu gehen sie schon auf der Erde verschmäht hätten.
verasotera am 23. März 14
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