Eine letzte Mahnung (Fortsetzung 5)
Wenn ihr euch aber solche Dinge nicht als möglich vorstellen könnt, obwohl Ich als Gott doch allmächtig bin, wie möget ihr denn da behaupten, ihr glaubet an Gott?
Euer Gottglaube ist nichts anderes als ein Alibi: Im Grunde glaubt ihr nicht wirklich an ein konkretes Gottwesen, aber so für den Fall der Fälle hält man es irgendwie für möglich, erweist diesem – äußerst nebulös gedachten – Gott eine gewisse Reverenz, indem man ab und zu ein Gebet an Ihn richtet, fleißig Kirchensteuer zahlt, vielleicht sogar zu Zeiten in die Kirche geht und im übrigen „den lieben Gott einen guten Mann sein läßt“.
Wenn es gutgeht, so seid ihr recht ergriffen, so ihr von Meinem irdischen Leben erzählen hört, und die geschilderte übergroße Liebe Gottes rührt sogar an eure Herzen. Aber damit hat es sich dann schon. So es tatsächlich einen derart liebevollen Gott gibt, nun, dann soll Er nur weiter schön fleißig Seine Wohltaten über die Menschen ausschütten, jedem ein angenehmes, sorgenfreies Leben in bester Gesundheit bescheren und – für den Fall, daß es nach dem Leibestode tatsächlich ein Weiterleben geben sollte – dann natürlich ein Leben in ewiger Seligkeit im Himmel! Alles das darf selbstverständlich nichts kosten, denn sonst wäre Gott ja kein liebevoller Gott!
Und wehe, jemand erzählt euch, der Sinn des menschlichen Lebens sei es, zurück zu Gott zu kommen, indem man auf Erden so lebt, wie Jesus Christus es gelebt und samt Seinen Jüngern vorgelebt habe! Dann seid ihr sofort mit der Entschuldigung bei der Hand, das habe alles nur für die damalige Zeit gegolten, so könne man heute gar nicht mehr leben, es genüge doch völlig, wenn man ein guter Mensch sei.
Da möchte Ich euch doch fragen, ob ihr Gott denn für einen solchen – ja, Ich möchte sagen – Trottel haltet, daß ihr Ihm nicht zutrauen möget, wenn Er schon eine derartige Lehre den Menschen gibt, Er sie nicht so einzurichten verstünde, daß diese Lehre für alle Ewigkeiten Bestand und Gültigkeit hat?

Entweder haltet ihr Gott also für dermaßen unfähig oder aber ihr wollet euch nur vor den Konsequenzen drücken, die die ewige Gültigkeit Meiner Lehre auch für euch heute hätte!
Schaue Ich euch ins Herz, so muß Ich sagen, selbst Ich habe da die größten Schwierigkeiten, zu unterscheiden, welches bei euch der Fall ist, meistenteils denkt ihr sogar beides!