Eine letzte Mahnung (Fortsetzung 10)
Ihr Menschen könnt viele Sünden anhäufen, die euch aber alle erlassen werden, so ihr euch von ihnen abkehret und euch ernsthaften Herzens zu Mir wendet und nach Meiner Lehre zu leben euch bestrebt.
Ich aber durfte Mir in Meinem ganzen Leben von Anbeginn an nicht eine einzige Sünde zuschulden kommen lassen, sonst wäre alles umsonst gewesen! Könnt ihr begreifen, was das bedeutet haben mag für Mich, Der Ich in Meiner Seele doch (nur) ein Mensch war so wie ihr?

All diese Mühen habe Ich auf Mich genommen, euch den Weg zu bereiten und euch zu zeigen, wie ihr zurück zu Gott, zu Mir, eurem Schöpfer und Vater, finden könnt, und dieses große Opfer, das Ich euch gebracht habe, wollt ihr für Nichts ansehen?
Was versteht ihr denn überhaupt davon, was es heißen mag, daß der allmächtige, überheilige, unendliche Gott, Dem nicht einmal der reinste Engelsgeist sich nahen konnte, daß dieser Gott Sich auf eure schmutzige Erde in diese elende kleine Menschengestalt hinabbegeben hat, um euch, Seinen Geschöpfen(!) gleich und ihnen ein schaubarer und hörbarer Gott und vor allem Vater zu werden!
Vor der Größe dieses Meines Opfers erschaudern die größten Engelsgeister, und ihr? Ihr meinet, das habe nur für die Menschen der damaligen Zeit seine Bewandtnis gehabt, und scheuet unter den fadenscheinigsten Vorwänden davor zurück, das nachzumachen in allem Ernste, was Ich euch – als Mit-Mensch wohlgemerkt! – vorgelebt habe! Denket ihr wirklich, Ich hätte für nichts und wieder nichts gleich euch menschliche Natur angenommen und für nichts und wieder nichts Mich in der Demut und Selbstverleugnung geübt (Ich, Gott, Dem doch alles untertänig sein muß und Dem alle Gewalt im Himmel und auf Erden zusteht!), um euch Meine Lehre auch in der Tat vorzuleben?!
Ein derart beschränktes Denken habt ihr ja nicht einmal bei euren eigenen Plänen, wie könnt ihr denn Gott ein solch kurzsichtiges und zeitlich begrenztes Handeln beilegen?