Eine letzte Mahnung (Fortsetzung 11)
Meinet ihr nun vielleicht, Ich hätte euch eben durch Mein Opfer erlöst und euch mit Meinem Blute das ewige Leben „erkauft“, so sage Ich, das ist zwar in gewissem Sinn schon richtig, aber so einfach, wie ihr euch die Sache macht, ist sie nun doch nicht. Denn dann könntet ihr euch ja wahrhaftig im Lehnstuhl bequem zurücklehnen und bräuchtet nichts mehr selbst für eure Seligkeit zu tun, da Ich euch ja bereits schon diese Seligkeit durch Meinen Opfertod gleichsam garantiert hätte.
Es fragt sich dabei nur wieder, wofür Ich denn dann Meine Lehre gegeben habe? Habt ihr bereits die Seligkeit geschenkt bekommen, wozu müßt ihr dann noch eine solche Lehre erhalten, derzufolge ihr die Seligkeit ja erst euch erringen sollt?

Die Menschen hatten sich im Laufe der Jahrhunderte innerlich so weit von Mir entfernt, daß es keinem von ihnen allen mehr möglich war, aus sich selbst heraus den Weg zurück zu Mir zu finden, geschweige denn, ihn den anderen Menschen zeigen zu können.
Voller Sünden waren die Menschen, unfähig, sich selbst aus diesen Sünden befreien zu können. Die
10 Gebote, die Ich ihnen einst gab, wurden nur noch formelhaft befolgt, es gab jede Menge „Ausnahmevorschriften“ hierzu, die Menschheit schien hoffnungslos in ihrem Sündengestrüpp verwirrt, in ihrer selbst hervorgerufenen Finsternis sich verlaufen zu haben, ohne Aussicht auf Rettung, auf irgendein Licht, das ihnen erneut den Weg aus ihrer Finsternis zeigen könnte.
Da erbarmte Ich Mich der von Mir geschaffenen Menschenkinder und wurde selbst ein Mensch wie sie, um durch Mein eigenes Leben ihnen den Weg zu eröffnen, zum Wegweiser zu werden.
Dadurch, daß Ich von Anfang an ein jedes Gebot bis auf’s Letzte erfüllte, alle Meine menschlichen Wünsche in Mir abtötete, um nur dem geoffenbarten Gotteswillen zu leben, entzündete Ich gleichsam in Mir als Mensch das Licht aus Gott neu.
Durch Meine absolute Sündenlosigkeit konnte der göttliche Geist in Mir sich Bahn brechen und verschmelzen mit Meinem menschlichen Teil, Meiner Seele. Daher denn konnte Ich zum Wegweiser werden für die verirrte Menschheit, indem Ich Mein Licht, Meinen Mir gleichsam wiedererworbenen Gottesgeist aus Mir herausleuchten und in Meiner Lehre Gestalt annehmen ließ.
Um es den Menschen noch deutlicher vor Augen zu führen, was sie zu tun hatten, auch in sich das Licht neu zu entzünden, lebte Ich ihnen jeden einzelnen Schritt vor und führte ihn aus erklärenderweise durch die Lehre, alles bisher von Gott Gebotene in die zwei Liebe-Gebote zusammenfassend:
„Liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst!“