Eine letzte Mahnung (Fortsetzung 12)
Durch diese Gebote der Liebe, die Ich Selbst ja in der Tat euch vorgelebt habe, sollte euch Menschen der Weg erleichtert werden und erläutert werden. Denn bis dahin bestand der Gottglaube der Menschheit darin, daß sie allein Gottes Weisheit und Gerechtigkeit anbeteten, allein diesen Eigenschaften glaubten sie gerecht werden zu müssen – und waren damit von vornherein zum Scheitern verurteilt. Denn Gottes Weisheit ist unendlich und unnahbar, kein geschaffenes Wesen kann sich Mir in der Weisheit nahen. Meine Gerechtigkeit aber, die Meine Heiligkeit beinhaltet, ist für sich so gestellt, daß nichts, was nur mit der kleinsten Sünde behaftet ist, vor ihr bestehen kann, aus meiner Gerechtigkeit gebührt jedem Sünder der ewige Tod.
Also war es den Menschen gar nicht möglich, sich auf dem Wege der Weisheit und Gerechtigkeit Gott zu nähern, daher sie sich denn auch – die Hoffnungslosigkeit ihrer Bemühungen einsehend – nur immer tiefer in die Sünden verstrickten. Aus diesem Grunde mußte Ich den Menschen Selbst zeigen, daß Gott, zwar schon weise und gerecht seiend, vor allem aber – in Seinem innersten Wesenskern – die Liebe ist, und daß allein in dieser und durch diese Liebe Er von den Menschen zu erfassen ist. So gab Ich ihnen den Schlüssel zum Verständnis der zehn Gebote und wie sie in Wahrheit zu befolgen sind, nämlich durch die beiden Liebe-Gebote. So auch kam Ich als Heiland zu den Menschen, um ihnen durch Meine ihnen entgegengebrachte Liebe den wahren Gott zu zeigen: Den liebevollen Vater, Der sich nicht scheut, auch zu den Sündern und Verlorenen zu gehen, um sie alle zum rechten Glauben zurückzubringen!
Sehet, das war Meine Mission hier auf euerer Erde. Daher mußte Ich Mich als Mensch dermaßen selbstverleugnen, um mit dem erweckten Gottesgeist in Mir euch wie ein Bruder den wahren Weg zum Vater zeigen zu können.
Durch Meine Demut, Selbstverleugnung und große Liebe zu allen Geschöpfen (in Meiner menschlichen Seele) wurde aber nur erreicht, daß Ich euch eben das Licht neu bringen konnte, zum Wegweiser wurde. Es war noch nicht erreicht, daß die Menschen auch selbst zum Licht gelangen konnten. Denn ihre Seelen waren so verfinstert durch ihre Sünden, daß Mein göttliches Licht gar nicht durch sie hindurchdringen konnte, um sie zu erleuchten und ihren eigenen Geist zu erwecken. Also mußte Ich, Gott und euer Mitmensch zugleich, noch mehr tun: Ich mußte euch euere Sünden abnehmen, um euere Seelen damit frei und für Mein Licht aufnahmebereit zu machen. Das aber konnte nicht so geschehen, daß Ich einfach die Sünden vertilgte, denn Meine göttliche Heiligkeit und Gerechtigkeit ist unbestechlich, sie läßt es nicht zu, daß eine Sünde einfach „verschwindet“. Die Sünden müssen vielmehr abgebüßt werden durch ein Leben nach Meinen eigenen göttlichen Geboten in der wahren Liebe. Wie aber sollte das den Menschen möglich sein, da sie den Weg dazu ja gerade erst von Mir gezeigt bekommen hatten und ihn ob ihrer großen Sündennacht aber noch gar nicht zu gehen vermochten? Also nahm Ich Selbst all ihre Sünden auf Mich, um in eigener Person, gleichsam stellvertretend, diese Sünden abzubüßen. Da es aber – nach Meiner Gerechtigkeit – auch todeswürdige Sünden waren, so mußte Ich den Opfertod sterben, für euch, Meine Menschenkinder, um den Fluch euerer Sünden von dem Angesichte Meiner Heiligkeit abzuwaschen mit Meinem eigenen Blute!
So bin Ich als euer Mitmensch, als euer Bruder euch zum Erlöser geworden durch Meine übergroße Liebe und habe euch damit auch für euch selbst den Weg eröffnet zurück zu eurem Vater, eurem Gott, der Ich Selbst bin.
verasotera am 02. Dezember 12
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