Aus: "Pluto, der unbekannte Planet" (1992)
Fortsetzung 26:

Die Seelen der Pluto-Menschen würden sich daher sehr schwer tun mit dem Vorwärtskommen im großen Jenseits. Sehet, sie haben zwar den wichtigsten und grundsätzlichen Schritt getan – was Ich schon erläutert habe – und ihre Liebe von der Welt abgezogen, aber unter welchen Bedingungen und Hilfestellungen ist das geschehen!
Würden sie nun, nach dem Abfall ihres Fleisches in das „normale“ Geisterreich gelangen, so wäre ihnen damit ganz und gar nicht geholfen. Wohl haben sie schon eine gewisse Liebe zu Mir als zu ihrem himmlischen Vater entwickelt, aber diese Liebe ist noch sehr schwach und muß noch mächtig geübt werden, bis sie die Seele sozusagen „trägt“. Vorerst sind jene Pluto-Seelen vergleichbar mit kleinen Kindern, die gerade anfangen, laufen zu lernen. Es hat ja fast ihr ganzes Pluto-Leben gedauert, bis sie sich einigermaßen aus ihrer alten Welt- und Eigenliebe lösen konnten, so ist ihnen also das Leben in der Gottesliebe, das rein geistige Leben noch sehr fremd und ungewohnt.
Im Geisterreich aber muß ja eine jede Seele selbst in sich die für das Fortschreiten nötigen Mittel finden und benutzen, was Ich ebenfalls schon erklärt habe.

Damit nun die Pluto-Seelen in diesen Umständen nicht völlig hilflos dastehen, brauchen sie für eine längere Zeit noch weiterhin eine ähnliche Führung, wie sie sie auf dem Pluto erhalten haben. Diese Führung besteht zuerst einmal darin, daß die Pluto-Menschen nach dem Leibestode auf dem Pluto verbleiben, nur eben nicht mehr körperlich, sondern als geistige Wesen.
„Auf“ dem Pluto ist allerdings nur halb richtig, und zwar insoweit, als sie sich schon überall auf der Oberfläche des Planeten herumbewegen, ihren eigentlichen Aufenthaltsort aber unter seiner Oberfläche haben.

Der „Eingang“ in ihre Welt ist jenes „Meer der Tränen“, auf dem die Verstorbenen beigesetzt werden. (Ihr habt ja gelesen,) daß die toten Körper auf, bzw. in diesem Meer spurlos verschwinden, was so auf anderen Planeten durchaus nicht üblich ist. Normalerweise sind die Leichname vielmehr einem natürlichen Verwesungsprozeß ausgesetzt, der sich allerdings unterschiedlich rasch und in verschiedener Art und Weise vollzieht. Bei dem Vorgang auf dem Pluto handelt es sich dagegen nicht um einen Verwesungsprozeß im eigentlichen Sinne, sondern eher um einen Umwandlungsvorgang besonderer Art.
Nehmet ihr den Vorgang als solchen, so könnt ihr gleich die Symbolik erkennen, die darin liegt:
Das letzte materielle Besitztum versinkt, verschwindet in einem Meer von Tränen und muß in dieser Flut von allen Schlacken gereinigt werden, umgewandelt in ein geistiges und ewiges Besitztum!