Aus: "Pluto, der unbekannte Planet" (1992)
Fortsetzung 35:
Die Teilchen jedoch, die die Seelen nach ihrer besseren Erkenntnis und nach dem Erwachen eines wahren geistigen Lebens an sich ziehen, diese Teilchen sind nicht mehr so grob materiell, sondern schon von edlerer, also geistigerer Art. Daher “belasten” sie die Seelen denn auch nicht mehr, sondern wirken eher “erhebend”, das heißt, die Seelen werden wieder freier und verspüren wieder einen Zug nach oben, zu den Gipfeln der Berge empor.
Die Freude, die sie darob empfinden, verstärkt ihren Eifer, sich von nun an ernsthaft nur noch einer weiteren Entwicklung im Geistigen zu widmen. Haben sie es durch ihren Eifer dahin gebracht, daß sie alle edleren Partikelchen ihres einstigen Körpers wieder mit ihrer Seele vereint haben, so befinden sie sich fast schon wieder auf den höchsten Bergesgipfeln, aber eben nur fast.
Die edleren, schon etwas geistigeren Bestandteile des Körpers reichen nämlich nicht aus, um sie ganz nach oben zu “befördern”. Auch hierin können sie infolge der Belehrung seitens des Oberpriesters die Auswirkungen ihres früheren verkehrten Denkens und Handelns ersehen.
Der Oberpriester erklärt ihnen nämlich genau, daß jeder Körper zu Beginn eine wohlausgewogene Menge rein materieller wie auch schon etwas edlerer, geistig-seelischer Spezifika erhält. Eine Seele, die sich in ihrem Leibesleben mehr und mehr von der Welt abzieht, die kräftigt jene geistig-seelischen Spezifika ihres Körpers und kann deren Anzahl sogar noch vergrößern. Das hängt natürlich auch davon ab, wie bald die Seele mit ihrer eigenen geistigen Entwicklung beginnt.
So wird eine Seele, die fast ihr ganzes Leben den weltlichen Genüssen gefrönt hat und erst sehr spät sich für die wahren Werte zu interessieren beginnt, schon große Mühe haben, noch vorhandene geistigere Partikelchen ihres Körpers zu stärken, eine Vermehrung dagegen würde ihr nur bei einer gewaltigsten Anstrengung im Kampf um die geistigen Güter gelingen.
Eine Seele dagegen, die schon im Kindesalter auf den rechten Weg geführt würde und auf ihm verbliebe, würde gar bald alle geistig-seelischen Spezifika ihres Körpers zu vollster Blüte entfalten, ihre Anzahl mehr und mehr vergrößern und so zu einer großen geistigen Kraft gelangen.
Jene edleren Körperspezifika könnten dann leicht von dem göttlichen Geiste durchdrungen werden, und die groben, sehr materiellen Spezifika, durch welche die Seele belastet und an die Schwere der Erde gebunden wird, könnten der Seele infolge des Übergewichtes der reineren Teilchen nichts mehr anhaben.
Viele, viele Versuchungen und Anfechtungen würden der Seele auf diese Weise erspart bleiben! Ja, nach dem leiblichen Tode würden zwar die rein materiellen Teile in die Verwesung übergehen, die geistigeren aber, da schon längst mit der Seele und ihrem Geist verbunden, blieben bei der Seele und trügen sie empor in den Himmel, zu Mir.
Sehet, da habt ihr noch einen Sinn Meiner Worte: “So ihr nicht werdet wie die Kindlein, so werdet ihr nicht in das Himmelreich eingehen”, also: So ihr nicht, einem in Meiner Lehre aufgewachsenen Kindlein gleich, die besseren Bestandteile eures Körpers vergeistigt und dadurch an eure Seele bindet, so ihr euch nicht weiterhin bemühet, daß das Seelisch-Geistige, auch und gerade eures Körpers, das Übergewicht über den niederen Zug des Materiellen erhält, so könnet ihr nicht frei und unbelastet in die allerhöchsten Höhen des Geisterreiches, in das Vaterhaus Meiner ewigen Liebe, emporsteigen!
verasotera am 16. Februar 14
|
Permalink
|
0 Kommentare
|
kommentieren