Aus: "Pluto, der unbekannte Planet" (1992)
Fortsetzung 38:
So wird jenen Geistern noch einmal Meine Lehre erklärt und dann müssen sie sich darin üben.
Dieses “Sich-Üben” ist aber nicht so leicht, denn die Seelen müssen ja alles aus sich selbst heraus entwickeln, es darf ihnen nicht mehr als nur die Lehre als solche gegeben werden. Das liegt darin begründet, daß jene sich einst so hartnäckig gegen alles Geistige sträubende Seelen nur auf diese Art wahrhaftig im Geistigen heimisch werden können, zum anderen liegt es daran, daß der Pluto nun einmal nicht die Erde ist, auf welcher – als dem eigentlichen Schulhaus – es die Seelen verhältnismäßíg leicht haben, den richtigen Weg zu erkennen und auch gehen zu können.
Demnach werden also jene Seelen auf dem Pluto vorerst mehr oder weniger sich selbst überlassen, die einzige Hilfe, die sie erhalten, sind Erzählungen seitens des Oberpriesters aus dem Leben Jesu. Zu diesen Erzählungen versammeln sich immer Viele der Pluto-Seelen, und dann geschieht es bisweilen, daß die eine oder andere ein etwas helleres “Licht” überkommt und sie erahnt in diesem aufdämmernden Verständnis, daß der Weg nach oben nur in der Tiefe zu finden ist. Allerdings weiß sie selbst mit dieser Erkenntnis nicht viel anzufangen. Und hierbei zeigt es sich schon einmal, ob und inwieweit diese Seele etwas von Meiner Lehre begriffen hat. Nach ihrer eigensüchtigen Denkweise nämlich würde sie den anderen Seelen von der in ihrem Innern aufgefundenen Erkenntnis nichts erzählen, sondern versuchen, nur für sich allein den Nutzen daraus zu ziehen.
Handelt sie aber jetzt tatsächlich so, dann wird es alsogleich wieder finster in ihr, das heißt , die bewußte Erkenntnis fängt an zu verblassen, und bald hat die Seele gar keine rechte Vorstellung mehr davon, geschweige denn, daß sie irgendetwas damit anzufangen wüßte. Dafür wird dann einer anderen Seele bei einer späteren Versammlung das gleiche “Licht” gegeben, und wieder stellt sich die Frage, inwieweit Meine Liebelehre Fuß gefaßt hat. Wenn die Seele nämlich etwas von Meiner Lehre ernsthaft aufgenommen und sich die Erzählungen aus Meiner Erdenzeit zum Vorbild genommen hat, dann wird sie in sich das Bedürfnis fühlen, ihren Leidensgenossen von ihrem “Fund” zu erzählen, und auch – nach kurzem Kampf gegen ihre alte Selbstsucht – tatsächlich den Anderen von dem in der Tiefe zu suchenden Weg nach oben Mitteilung machen.
verasotera am 07. April 14
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